Mitgliederversammlung 2016

Für unsere Mitglieder: am Donnerstag den 23.6.2016 findet unsere diesjährige Mitgliederversammlung mit Wahlen statt! Im Jugendgästehaus Dachau, Roßwachtstr. 15 um 18 Uhr.
Die Einladungen wurden bereits per email und postalisch verschickt.

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Neuer Baustein

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Zum Tod von Mirjam Ohringer

Mirjam Ohringer aus Amsterdam ist nach kurzer schwerer Krankheit in der Nacht vom 29. zum 30.05.2016 im Alter von 91 Jahren gestorben.
Mirjam wurde am 24.10.1924 als Kind jüdisch-polnischer Eltern geboren, die sich im sozialistischen Widerstand betätigten. „Ich bin die mit Moses und Marx“ beschrieb sie sich lakonisch selbst. Schon in den 30er Jahren erfuhr sie durch die Eltern viel über Schicksale jüdischer und politischer Emigranten, die vor den Nationalsozialisten in die Niederlande flohen. Sie beteiligt sich als Jugendliche am Widerstand, organsierte Papier für Flugblätter, tippte Nachrichten, schmuggelte illegale Zeitungen. Mirjam war 17 Jahre alt. Der schlimmste Moment, so erzählte sie selbst, war, als ihr Verlobter Ernst Josef Prager im Juni 1941 verhaftet wird und (wie sei erst nach dem Krieg erfuhr) im KZ Mauthausen ermordet wurde. Mirjam musste untertauchen und lebt 19 Monate lang versteckt bei einer Bäckerfamilie auf dem Land, später wechselt sie weiter die Verstecke bis zur Befreiung 1945. Von 30 Verwandten hatten nur 3 den Holocaust überlebt.
Mirjam Ohringer wäre dieses Jahr zum 30.Mal zur Internationalen Jugendbegegnung nach Dachau gekommen, die sie immer begleitet hat und mit Begeisterung den Jugendlichen Rede und Antwort stand. Dabei stellte sie nie ihr eigenes Schicksal in den Vordergrund, sondern versuchte die Jugendlichen auf die Gefahren des Faschismus aufmerksam zu machen und politische Lehren weiterzugeben. In der Hoffnung, dass die jungen Menschen helfen „eine friedliche Welt zustande zu bringen, damit meine Enkel und Urenkel ebenso wie die Kinder aller Menschen der Welt in Frieden leben.“ (aus ihrer Rede anlässlich des 50jährigen Jubiläums von ASF in Berlin).
Wir verlieren eine gute Freundin, eine treue Begleiterin der Jugendbegegnung, einen liebenswerten Menschen. Wir werden ihr Andenken bewahren und in ihrem Sinne unsere Arbeit weiterführen.

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"Wege zur Geschichte" - ein neues Projekt des Fördervereins!

Wir freuen uns sehr, ein neues Projekt des Fördervereins vorstellen zu können: „Wege zur Geschichte“. Mit diesem Projekt wollen die Initiatorinnen Dr. ‘Eva Hoegner, Antje Roser und Andrea Heller neue Schwerpunkte in der gedenkstättenpädagogischen Arbeit des Förderverins setzen. Für Gruppen mit besonderen Bedürfnissen, die bisher in der politischen Bildung benachteiligt waren, soll Zeitgeschichte (Thema „Nationalsozialismus“) verständlich und teilnehmergerecht vermittelt werden.
Zielgruppen sind z.B. Mittel- und Förderschulen, soziale Einrichtungen für Jugendliche, Menschen mit Behinderung, Senioren (die z.B. nur eingeschränkt mobil sind), oder auch Inklusionsklassen.
Bisher konzentrieren sich die Angebote in der politischen Bildung fast ausschließlich auf Realschulen, Gymnasien und Berufsschulen. Die oben genannten Zielgruppen werden größtenteils bei Konzeptentwicklungen etc. nicht beachtet.
Im Artikel 16 der Allg. Erklärung der Menschenrechte ist das Recht auf Bildung festgeschrieben. Dieses Recht zur Bildung und Weiterentwicklung muss allen Menschen zugestanden werden. Unter dieser Prämisse kann es sich eine Gesellschaft wie die unsere nicht leisten, Minderheiten wie Menschen mit Lernschwierigkeiten auszuschließen.

Dazu bedarf es subjektorientierter Bildungsangebote, die sich an den Bedürfnissen, Interessen und Fähigkeiten der Zielgruppe orientieren.
Hier wollen wir neue Wege gehen und einen aktiven Beitrag zu Inklusion und Gleichberechtigung leisten.


Über Ihre Unterstützung für unser Projekt würden wir uns sehr freuen! Werden Sie Mitglied des Fördervereins oder unterstützen Sie unsere Arbeit durch eine Spende (Kennwort „Wege zur Geschichte“)
Wenn Sie für eine Gruppe eine Führung oder ein Seminar buchen möchten, senden Sie uns eine mail oder füllen bitte unser Anmeldeformular aus und geben als Wunsch „Wege zur Geschichte“ an!

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Angebote für Besucher

Sie möchten die KZ-Gedenkstätte Dachau besuchen? Führungen für Schulklassen, Gruppen und Einzelbesucher können Sie hier buchen.

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Gedenkfeier am ehem. SS-Schießplatz in Hebertshausen

Am 22.Juni 2014 fand um 17 Uhr unsere Gedenkfeier anlässlich des Überfalls der Wehrmacht auf die Sowjetunion 1941 statt. Am neu gestalteten Gedenkort hielt dieses Jahr Dr. Peter Jahn, langjähriger Leiter des Museum Berlin-Karlshorst, eine beeindruckende Gedenkrede. Dr. Peter Jahn engagiert sich auch im "Ruhestand" unermüdlich für die Opfer der nationalsozialistischen Kriegs- und Besatzungspolitik im Osten Europas.
Zwischen Herbst 1941 und Sommer 1942 wurden am ehem. SS-Schießplatz mehr als 4.000 Soldaten der Roten Armee erschossen. Jahrzehntelang fand dieser Ort des Massenmordes wenig Beachtung. Es waren gesellschaftliche Gruppen, Bürger, Aktvisten der Friedensbewegung München, KZ-Überlebende, Aktion Sühnezeichen und der Förderverein, die das Erinnern wachgehalten haben. Seit 1991 organisiert der Förderverein alljährlich im Juni die Gedenkveranstaltung.
Seit Anfang Mai ist der Gedenkort nun mit einer eindrucksvollen Außenausstellung neu gestaltet (konzipiert von Gedenkstättenleiterin Gabi Hammermann und Ihrem Team). Jedoch schon kurz nach der Eröffnung wurde der Ort bereits geschändet - Unbekannte legten mit Fichtenzapfen nationalsozialistische Symbole direkt vor den Gedenkstein.




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